Sonntag, 29. September 2013

Fast schon wieder Weihnachten ;-)


Wieder sind einige Wochen vergangen und es bleiben immer weniger Wochen bis wir nach Deutschland kommen. Um genau zu sein, sind es nur noch gut 4 Wochen und es werden 4 volle Wochen.

Doch erst einmal zu dem was war.

Mitte September haben wir von Denis Vater und seiner Cousine Claudia Besuch bekommen. Sie sind gekommen, um uns etwas zu unterstützen und das haben sie auch getan.

Claudi und Emilia

Mit ihnen hat Samuel begonnen, die Holzverkleidung des Haupthauses neu zu streichen, denn seit dem letzten mal sind 1,5 bis 3 Jahre vergangen und es wurde mal wieder Zeit.

Außerdem ist gerade "günstiges Gemüse-Zeit" in Rumänien und das bedeutet, dass man sich säckeweise mit Auberginen, Zwiebel, Paprika und anderem eindeckt und daraus dann "Zacusca" kocht. Auch hierbei waren unsere zwei Besucher fleißig dabei.

Auberginen und Paprika werden gegrillt und Zwiebel geschnitten

Hans-Dieter und Claudi beim Auberginenschälen

Katrin beim rühren




Nachdem dann das ganze Gemüse vorbereitet wurde, wird dann alles stundenlang gekocht und dabei heißt es rühren, rühren und noch länger rühren, bis dann um die 100 Lieter Zacusca fertig sind.

Doch es wurde nicht nur gearbeitet. Am Sonntag haben wir dann auch einen Ausflug in die rumänischen Karpaten gemacht. Dabei sind wir in eine Gegend gefahren, die recht abseits liegt und wo nur die wenigsten unterwegs sind. Noch weniger sind mit einem Auto dort unterwegs...
zum Glück haben wir Allrad...
Die herrliche Landschaft der Karpaten


Samuel konnte mit verschiedenen Helfern in zwei Wochen die ganze Fassade streichen und nun haben wir wieder für ein paar Jahre Ruhe. In der Zwischenzeit haben Sorin und ich an der Kläranlage weiter gearbeitet. Morgen kommt ein heikler Teil: Wir müssen die Abwasserleitung vom bestehenden Rottbehälter trennen und neu anschließen. 
Alles in allem müssen wir gerade mehrere Dinge parallel erledigen, um auf eine weitere Endabnahme hin zu arbeiten, denn wenn wir diese nicht bekommen, bekommen wir auch keine Baugenehmigung für die dringend nötigen Mitarbeiterhäuser, welche wir nächstes Frühjahr beginnen wollen.
Doch es gibt noch manches Problem bis dahin zu lösen und ein Problem muss unser Herr noch lösen denn die nötigen Finanzen von ca. 120.000 Euro fehlen uns auch noch ...


Emila entwickelt täglich neue Dinge, zeigt mit dem Finger auf Dinge, spielt mit ihrer Zunge und bewegt sich immer mehr und gibt immer mehr Geräusche von sich die dem Reden ähneln.


unser Struwwelpeter

Euch wünschen wir einen guten Start in die Woche und viel Freude bei allem, was ihr macht.

Mittwoch, 4. September 2013

Heute iss ein echter Scheißtag...

hat Dagmar mir beim Mittagessen gesagt do wie recht sie hatte wusste sie erst als sie an meiner dreimal gewaschenen Hand roch ...

Bei ihr ging im Haushalt nicht alles ganz so glatt wie sie sich das erhofft hatte.

Bei uns hat sich beim Baggern der Kläranlagenerweiterung heraus gestellt warum die Leitung vor dem Rottbehälter schon öfters verstopft war.
Also hieß es zuerst rohre rein und raus schieben und hoffen das es sauber wird doch leider kein Erfolg. Wir konnten immer noch fühlen das die Leitung Rand voll war. Und das Obwohl sie eigentlich genügend Gefälle hatte.

Also gabs nur eine Lösung alles aufbaggern und nachschauen. Gesagt getan und auch gesehen ...

Ein leichter knick in der Leitung (40cm) und viele Muffen

Dabei hatte sich dann herausgestellt das die Leitung eine Senke von 40cm hatte, da scheinbar bei der letzten Erweiterung, als der Pumpenschacht gebaut wurde, etwas bemurkst wurde :-).
Wir sind euch dennoch dankbar Jungs.
Scheinbar wurde die Leitung damals angebaggert und dann mit einem Zwischenstück geflickt leider wurde beim Anfüllen der Grube das Rohr nach unten gedrückt und beschädigt. Heir lief dann auch gleich mal die Brühe raus und beim auseinander Machen der Leitungen kam das ALLES!

Heir entsteht der neue Rottbehälter der Kläranlage, das Loch wird jeden Tag größer ...
Schön war das die Jungs heute das Schilfbeet fertig machen konnten, nun müssen nur noch die Leitungen verlegt werden und eine Pumpe angeschlossen werden.

Sauber eben gemacht nun fehlen nur noch die Beschickungsrohre
Auch Emilia hat heute neue Fortschitte gemacht sie hat sich das erste mal 1,5m selbst vorwärts bewegt. Es war nicht wirklich gekrabbelt, aber sie kam vorwärts.


ganz schön beweglich die Kleine

Donnerstag, 29. August 2013

Heute vor einer Woche...

Heute ist es genau eine Woche her, seitdem ich mich freuen durfte, viele Freunde von der ganzen Welt zu treffen. Leider war der Anlass umso trauriger.

Hans Peter Royer, der Direktor vom Tauernhof (eines unserer zwei Zentren in Österreich), der unter anderem auch Europadirektor und stellvertretender internationaler Direktor der Fackelträger war, und über die Jahre auch mir zum Freund wurde, starb vorletzten Samstag bei einem Gleitschirmunfall am Dachstein.

Ebbe und ich haben uns dann entschieden, trotz der langen Fahrt und einiger anderer ungünstiger Umstände zur Beerdigung zu fahren.

Darum sind wir Mittwoch Morgen losgefahren, haben abends bei Dagmars Eltern übernachtet und sind dann Donnerstag morgen rechtzeitig zur Beerdigung in Schladming/Ramsau angekommen.
Irgendwie war es seltsam für mich. Ich haben mir keinerlei Gedanken über die Beerdigung im Voraus gemach, doch als ich dann dort war und so viele Freunde und Bekannte sah, mit denen ich absolut nicht gerechnet hätte, war ich irgendwie regelrecht geschockt oder überfordert.

Es war schön, so viele Freunde zu sehen aber der Anlass war alles andere. Ich hab noch nie so viele derart traurige Menschen auf einmal gesehen. Und auch in mir ging es ständig auf und ab, von Fröhlichkeit, die Leute zu treffen, bis zu tiefer Traurigkeit über den Verlust eines Freundes und Ratgebers.

Mir fiel auch auf, dass man sich oft viel zu wenig Gedanken macht, dass es jeden Augenblick vorbei sein kann. Ich bin mir wohl bewusst, dass ich selbst jeden Moment sterben könnte und ich würde auch sagen, dass ich darauf gut vorbereitet bin, doch ich bin definitiv nicht vorbereitet, liebe Menschen um mich herum zu verlieren und wie ich letzte Woche sehen konnte sind es viele andere auch nicht. Das ist irgendwie etwas ganz anderes.

Es gab annähernd 3 Predigten mit vielen Erzählungen über die Erfahrungen mit Hans Peter  und wahrscheinlich hätte fast jeder Einzelne von den Hunderten von Menschen noch einige mehr erzählen können.

Dabei wurde eines immer wieder klar: Hans Peter war ein Mann Gottes, ein Mann wie ihn sich Gott wünscht. Nicht ohne Fehler, sondern selbst in seinen Fehlern Gott gehorsam. Sein Leben hat er Jesus Christus ganz hin gegeben. So war auch der Spruch der Beerdigung:

Christus ist mein Leben und Sterben ist mein Gewinn (aus Philliper 1)

Ein Satz, den nur ein Christ, der sein ganzes Leben Jesus Christus gibt, sagen kann und Hans Peter war so einer. In seiner Art, seinen Glauben zu leben, in der Art wie und worüber er betete ist er mir in den letzten 10 Jahren ein großes Vorbild geworden.

Er wird uns sehr fehlen.

Doch denen, die Gott lieben, dient alles zum Besten, und wir sollen dankbar sein für alle Dinge. Auch das waren zwei Themen, die ich unter anderem von ihm lernen durfte. Oft können wir die Geschehnisse nicht verstehen, aber das bedeutet noch lange nicht, dass sie nicht zum Besten dienen!

Durch all die vielen Dinge, die in den letzten Wochen geschehen sind und all die fleißigen Helfer und Urlauber, die uns besuchten, sind wir nie zum Bloggen gekommen, aber es ist dennoch so einiges passiert.

Der Sommer ist vorüber, darum musste das große Zelt abgebaut werden...
Nachdem wir den See inklusive allen Begrünungsarbeiten fertig gestellt hatten, ging es dann mit der Erweiterung der Kläranlage weiter. Im Moment sind wir noch am Schilfbeet doch mit etwas Glück werden wir Anfang nächster Woche fertig.
Die Jungs beim Sandschaufeln, zum glück haben wir gerade so viele fleisige Helfer




 Diese Woche hat uns das Wetter einen kleinen Strich durch die Rechnung gemacht, aber so konnten wir einige Dinge fertig machen, die seit langer Zeit liegen blieben. Heute konnten wir das erste von drei Toren der Scheune, die wir letztes Jahr gebaut hatten, einhängen. Eventuell folgt morgen ein zweites. Dann gilt es noch, den Rottbehälter der Kläranlage zu bauen. Das ist dann wieder ein etwas längeres Projekt.

Emilia wächst und gedeiht. Sie wird auch immer lauter und lässt nun manches Mal ihren Unmut über gewisse Dinge heraus, aber alles in allem sind wir sehr gesegnet mit ihr denn sie ist enorm brav und lieb. Man kann sie mit etwas zu spielen einfach auf ihre Spieledecke setzten und dort vergnügt sie sich dann oft auch eine Stunde oder mehr.
zwei stolze Väter